Altbestehender Kiefernwald am Rogen. Foto: Marcus Elmerstad.Altbestehender Kiefernwald am Rogen. Foto: Marcus Elmerstad.

Kiefernwald und alte Waldkiefern

Windgepeitschte alte Waldkiefern und kleine Kiefernpflänzchen zwischen riesigen Felsblöcken – man spürt richtig, wie die Bäume um ihr Überleben kämpfen. Es ist nicht leicht, sich auf dem mageren, steinigen Moränenboden durchzusetzen. Nicht einmal für die anspruchslose Waldkiefer. Ganz unerwartet kann fast jederzeit im ohnehin kurzen Sommer Frost auftreten und den jungen Pflänzchen zusetzen.

Raues Klima, Brände und die Holzernteaktivitäten der Vergangenheit haben die eigentümlich lichten Wälder des Gränslandet geformt. Manchmal fragt man sich, ob man wirklich in einem Wald ist – so groß sind die Zwischenräume zwischen den Bäumen.

Ein wichtiges Symbol

Dass eine alte windgepeitschte Waldkiefer zum Symbol des Gränslandet wurde, ist kein Zufall. Hier werden Sie viele derartige Bäume sehen, aber im übrigen Skandinavien sind sie selten.

Die Bäume sind zählebig. Sie wachsen langsam und imprägnieren sich mit einem schützenden Panzer aus Harz. Mehrere Waldkiefern im Gränslandet sind über 700 Jahre alt.

Die alten Waldkiefern bilden kräftige, flache Kronen aus, die stark genug für schwere Greifvogelnester sind. Das Nest des Steinadlers kann immerhin mehr als eine Tonne wiegen! Sowohl Steinadler als auch Fischadler bauen ihre Nester gern in den alten Waldkiefern des Gränslandet.

Der Steinadler...

... lässt keine Warnrufe erklingen, wenn Sie in die Nähe seines Nests kommen. Er verlässt sein Nest einfach leise und fliegt weg. Halten Sie deshalb Ausschau nach Steinadlernestern in Waldkiefern und ziehen Sie sich gegebenenfalls zurück, um die Vögel nicht zu stören.

Fischadler, Falken und Bussarde...

... warnen deutlich und lautstark. Sie werden also merken, wenn Sie ihren Nestern, die sich übrigens nicht unbedingt auf Waldkiefern befinden, zu nahe kommen.

 
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