Eiszeitliche Rücken und Rinnen

An mehreren Stellen im Gränslandet ringeln sich dammartige Schotterrücken mehr oder weniger senkrecht zu den Höhenlinien verlaufend den Hang hinab. Besonders gut zu erkennen sind diese Oser an der westlichen Flanke des Fjätervålen und am nördlichen Teil des Grundagsvålen beim Klutsjön.

Solche Oser entstanden dadurch, dass die Berghänge hinunterfließendes Schmelzwasser Spalten im Eis bildete, die sich dann mit Sand und Gesteinsbruchstücken füllten.

Es gibt auch Erosionsrinnen, die sich im Gefälle verlaufend die Hänge hinab ziehen. Hierbei kann es sich um Schluchten handeln, die anscheinend „grundlos“ beginnen und sich bis ins Tal erstrecken. In hartem Gesteinsuntergrund sehen sie aus wie durch Axthiebe entstandene tiefe Kerben.

Solche Erosionsrinnen entstanden, als Schmelzwasser am Eisrand unter die Eisdecke drang. Das Wasser strömte dann mit gewaltiger Kraft in großen Kanälen und Spalten unter dem Eis den Hang hinunter. Große Spalten dieser Art gab es nahe der schmelzenden Eisfront. Über das Studium der Erosionsrinnen können Forscher mehr über die Lage das schmelzenden Eises zu verschiedenen Zeitpunkten herausfinden.

Weiterhin gibt es quer zum Hang und fast parallel zu den Höhenlinien verlaufende Erosionsrinnen, die sich wie breite und flache Gräben oder Terrassen leicht schief an den Bergflanken erstrecken. Sie sind schwer von den alten Eisseeuferlinien zu unterscheiden, die allerdings ganz parallel zu den Höhenlinien verlaufen. Schöne Beispiele für diese von Gletscherschmelzwasser ausgewaschenen Rinnen sind am Nordhang des Store Svuku zu sehen.

Solche Erosionsrinnen entstanden durch Schmelzwasser, das am Hang dem Eisrand entlangliefen

Im Gefälle verlaufende Oser beim Fjätervålen.Im Gefälle verlaufende Oser beim Fjätervålen.

Im Gefälle verlaufende Erosionsrinnen beim Grövelsjön.Im Gefälle verlaufende Erosionsrinnen beim Grövelsjön.

Fotos: Kentaroo Tryman.

 

 
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