Was wäre nur aus dieser Landschaft geworden, wenn man die Wasserkraftwerkspläne umgesetzt hätte? Foto: Marcus Elmerstad.Was wäre nur aus dieser Landschaft geworden, wenn man die Wasserkraftwerkspläne umgesetzt hätte? Foto: Marcus Elmerstad.

Abgeschlagene

Wasserkraftwerkspläne

Springende Fische und frei strömende Flüsse scheinen im Gränslandet eine Selbstverständlichkeit zu sein. Die Wirklichkeit könnte aber auch ganz anders aussehen: Im Jahr 1957 stimmte ein schwedisch-norwegischer Ausschuss dem Vorschlag eines Unternehmens zu, die Flüsse Femundselva und Trysilelva zu regulieren und die Gewässer Rogen und Femunden zu Kraftwerksseen aufzustauen. Der Wasserstand des Rogen hätte um 5 Meter variieren sollen. Damit wären die Ufer und deren Lebensräume extrem beeinträchtigt worden.

Aber unter der Führung des Naturverneförbundet, Norwegens größter Naturschutzorganisation, nahmen 15 Vereinigungen den Kampf für die Flüsse und Seen auf. Dank intensiver Widerstandsarbeit, Ministertreffen, öffentlichen Versammlungen und Artikeln erreichte man, dass der Wasserbauantrag 1969 abschlägig beantwortet wurde. Vielleicht hatte man nach den Ölfunden vor der norwegischen Küste auch das Gefühl, dass nicht Energie zur zukünftigen Mangelware würde, sondern unberührte Natur. Aber richtig aufatmen konnten die Naturschützer erst 1973. Damals wurde die Femundsmarka Nationalpark und vom norwegischen Parlament vor zukünftigen Wasserkraftwerksplänen geschützt.

 
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